Coaching
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Ich mag jetzt noch nicht aufstehen. Es ist schön unter der Decke. Dunkel und warm. Ich habe keine Lust dazu, dass Licht an zu machen. Ich will mit mir und meinen Unsicherheiten kuscheln. Ich will zu Hause bleiben und keine neuen Projekte anschieben. Ich möchte meine Zweifel und Ängste nicht ansehen. Deswegen lass bitte das Licht heute aus. Denn, im Dunkeln ist gut munkeln.

Kennst Du das? Ich ja.

Manchmal überfallen sie mich: die Schatten. Die dunklen Gedanken. Der Neid. Die Überforderung. Die Orientierungslosigkeit. Die Angst. Ich weiß, dass sie ins Licht wollen. Dass sie sich nichts sehnlicher wünschen, als meine Präsenz – bedingungslos, neugierig.

Nur bin ich gerade einfach zu faul. Und zu erkältet. Und…zu ängstlich, um mein Licht auf sie zu werfen. Och, nö. Nicht schon wieder. Können wir zwei, Angst und ich, nicht einfach ein bisschen im Dunkeln munkeln? Heimlich flüstern und leise reden? Ohne, dass ich genau hinschauen müsste, wer Du bist und was Du mir mal wieder mitgebracht hast?

 

Achtung, leise! Du hörst jetzt dem Zwiegespräch von meiner Angst und mir zu:

(Die Angst zwickt im Bauch und im Kopf)

Elisabeth: „Ach nööö, oder? Ich mag jetzt nicht! Lass mich!“

(Die Angst weckt Elisabet mitten in der Nacht.)

Elisabeth: „Geh weg!“

(Die Angst bringt eine dicke Erkältung mit.)

Elisabeth: „Ok! Du hast es so gewollt! Dann schauen wir uns in die Augen. Licht an!“

(Die Angst schaut in Elisabeth’s Gesicht und kriegt einen Schreck!): „Man, wie siehst Du denn aus?“

Elisabeth: „Ha! Ja, danke auch! Du hast mir doch die blöde Erkältung reingedrückt!“

Angst: „Du hörst ja nie auf mich! Du versteckst Dich ja immer gleich, wenn ich komme!“

Elisabeth: „Du bist auch nicht angenehm! Hast Du da mal drüber nachgedacht? Wenn Du um die Ecke kommst, dann immer mit diesem ekligen Gefühl! Und dann schickst Du diese blöden Gedanken voraus, die mir einreden, dass ich nix kann und will. Und weißt Du, wie Du mir überhaupt auf die Nerven gehst?! Du weißt schon, dass ich mindestens 10 super Ideen noch nicht umgesetzt habe, weil Du ständig angekrochen kommst, wenn ich mich an die Arbeit machen will. Hau ab!“

Angst: „Naja, ich kann nicht abhauen, weil ich ja Du bin. Also Du ich und ich Du. Ich meine, ich bin ein Teil von Dir. Weißte?“

Elisabeth: „OMG, von wem hast Du denn diesen schlauen Satz?“

Angst (räuspert sich): „Äh, von Dir?“

Elisabeth (sichtlich verärgert): „Man!“

Angst: „Ich mein’s ja nicht böse. Echt. Ich hab‘ halt Mundgeruch und diese fiesen Gefühle, die an mir haften. Aber das ist ja nur, damit Du mir mal zuhörst! Außerdem nervst Du mich! Weißt Du das? Seit Jahren häng ich Dir am Rockzipfel und wünsch mir nichts sehnlicher, als dass Du mich mal ansiehst und mir endlich erlaubst, mich zu verwandeln! Ich bin nämlich nicht real, ich bin einfach nur eine falsche Vorstellung, die Du von Dir hast! Glaubst Du etwa, ich möchte den Rest meines Lebens in diesem Schmerz gefangen sein? Ich möchte mich verwandeln, aber das geht nur mit Dir und Deinem Licht! Könntest Du mich bitte einmal in den Arm nehmen? Du WEIßT doch, dass die Liebe mich verwandelt, also WARUM gibst Du mir nicht den Raum den ich brauche um zu heilen? Wenn Du mir das nicht gibst, nehme ich mir den Raum und nerve Dich solange bis Du mal zuhörst!“

(Elisabeth zieht die Nase hoch und schaut der Angst skeptisch ins Gesicht.)

Angst (triumphierend): „Ha! Erwischt! Du kannst es überhaupt nicht leiden, wenn ich Recht habe!“

Elisabeth: „Hmpf.“

Angst: „Hmpf.“

Elisabeth: „Ok. Na gut. Licht an! Ich bin da. Was willst Du?“

Angst: „Mehr Liebe bitte.“

Elisabeth: „Oh man! AAAAH!“

Angst: „Mehr Liebe bitte.“

Elisabeth (atmet tief durch): „Ok, alles klar. Ich bin da. Mit Liebe. Darf ich ehrlich sein? Ich will endlich meine Kraft spüren. Und dann kommst Du. Das macht mich traurig.“

Angst: „Ich weiß, Elisabeth. Aber damit Du Deine Kraft spüren kannst, musst Du Dir selbst vertrauen. Du vertraust mir manchmal mehr, als der Liebe. Aber ich bin nicht echt. Du kannst nicht auf etwas vertrauen, dass nicht real ist.“

(Elisabeth hört zu.)

Angst: „Ein Teil in Dir, hat Sorge, dass er hilflos ist. Stimmt’s?“

Elisabeth: „Hm.“

(Beide sind still.)

Angst: „Ich bin der Teil, der diese Sorge hat. In mir sind Deine Befürchtungen, dass sich Dinge nicht ausgehen, dass Dir oder Deinen Lieben etwas zustößt wofür Du nichts kannst, dass Du scheiterst mit Deinen Wünschen und Ideen. Wie kannst Du Deine Kraft spüren, wenn Du solche Sorgen hast?“

(Beide sind still.)

Angst: „Ich bin nur ein klitzekleiner Teil in Dir. Ich weiß, dass Du unendlich viel Liebe in Dir hast. Ich weiß, dass Du trotz der Angst Dein Ding machst. Aber ich weiß auch, dass Du Dir wünschst, dass es leichter geht.“

Elisabeth: „Ja, das stimmt.“

Angst: „Also, nimm mich in die Liebe. Mehr ist nicht zu tun.“

(Angst und Elisabeth atmen in Stille. Ganz sanft. Liebevoll. Die Angst wird im Licht transparent. Etwas Neues entsteht. Ganz zart ist es, wacht gerade auf.)

Vertrauen: „Hallo!“

 

Deine Elisabeth

 

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